DER MACHTKAMPF : Ultimatum für Porsche

Der Machtkampf zwischen VW und Porsche spitzt sich zu. Der Sportwagenbauer wies ein Ultimatum von VW und dem Land Niedersachsen, bis Montag auf ein Rettungsangebot des VW-Konzerns für Porsche einzugehen, scharf zurück. „Erpressen lassen wir uns

nicht. Dies hilft niemandem“, teilte Porsche am Samstag in Stuttgart mit. „Ultimaten gehören nicht

in das 21. Jahrhundert.“ „Der Spiegel“ hatte von dem Ultimatum berichtet.

Das Rettungsangebot von VW sei hinfällig, sollte Porsche nicht bald darauf eingehen. In diesem Fall

müsse Porsche auch damit rechnen, dass VW im September auf Rückzahlung eines im März gewährten 700-Millionen-Euro-Kredits besteht. Dies würde die finanzielle Krise von Porsche verschärfen. Außerdem würde das Emirat Katar Porsche dann nicht mehr retten. VW schlägt dem Bericht zufolge den Familien Porsche und Piëch vor, dass über mehrere Zwischenschritte VW und Porsche fusionieren. Die Familien Porsche und Piëch sollen an dem gemeinsamen Automobilkonzern mehr als 40 Prozent der Aktien halten, Niedersachsen 20, Katar rund 15 und ein weiterer Staatsfonds fünf Prozent. dpa

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