Wirtschaft : Der Osten kostet

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Wenn Hans Eichel künftig die deutschen Wachstums und Schuldenpläne nach Brüssel schickt, wird er eine zusätzliche Zahl darunter schreiben: Die Kosten der deutschen Einheit . Diese Ausgaben nämlich sollen die EU-Kommissare in Zukunft davon abhalten, den Deutschen Ärger zu machen, auch wenn sie zu viele neue Staatsschulden aufnehmen. Die Einheitskosten belaufen sich schätzungsweise auf 80 bis 90 Milliarden Euro im Jahr und verstecken sich in allen Haushalten von Bund, Ländern und Sozialversicherungen. Zu verstehen sind darunter etwa die Zuschüsse des Bundes zur Rentenkasse wegen Rentenzahlungen für Ostdeutsche, die vor der Wende nicht in das System eingezahlt haben. Auch Kosten des Solidarpakts, also Wirtschaftsförderung, Straßenbau etc. sind relevant. Selbst Kosten für zusätzliche Arbeitsmarktprogramme heben in Zukunft die Bonität der Deutschen in Brüssel. asi

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