Wirtschaft : Der Politiker

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Seit 1969 ist Heinrich von Pierer beim SiemensKonzern, zwölf Jahre stand er an der Spitze des Vorstandes. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 27. Januar 2005 will er Aufsichtsratschef bei den Münchenern werden. Im Sommer wurde von Pierer in die „Hall of Fame“ der deutschen Wirtschaft aufgenommen, wo er jetzt neben Max Grundig, Josef Neckermann und Hermann Josef Abs steht. Doch der Siemens-Chef hat sich nicht nur beliebt gemacht. Der Vertraute von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Berater des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) packt auch politisch heiße Eisen an. Jüngstes Beispiel: die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche. Das Unternehmerlager kritisiert, er habe damit einen „Flächenbrand“ bei der Arbeitszeit ausgelöst, auch die Gewerkschaften bezeichnen ihn als „Arbeitszeitrambo“.

Von Pierer wurde 1941 in Erlangen geboren. Er studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg .

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