Wirtschaft : Der Preis des Frosts

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Heizen mit Gas kostet in Berlin durchschnittlich 54 Cent pro Monat und Quadratmeter. Das hat der Berliner Mieterverein errechnet. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich pro Tag also Kosten von durchschnittlich 1,42 Euro. Aber natürlich wird im Winter mehr geheizt als im Sommer. So entfallen allein auf den Januar 17 Prozent der jährlichen Heizkosten. Das sind dann also 2,84 Euro am Tag.

Kompliziert wird es nun, wenn die Außentemperatur verrückt spielt – wie gerade erst geschehen. Denn während die langjährige Durchschnittstemperatur im Januar in Berlin-Tempelhof minus 0,2 Grad beträgt, waren es am vergangenen Montag, dem kältesten Tag des Jahres, minus 15,6 Grad. An dieser Stelle kommt die so genannte Heizgradzahl ins Spiel. So heißt zumindest der korrekte Fachbegriff. Die Heizgradzahl ist der Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und einer Außentemperatur von null Grad beträgt die Heizgradzahl 20. Wenn es nun minus 15,6 Grad kalt ist wie vor ein paar Tagen, dann ergibt das eine Heizgradzahl von 35,6. Anders ausgedrückt: Die Heizgradzahl war zuletzt 76 Prozent höher als normal.

Multipliziert man diesen prozentualen Anstieg nun mit den durchschnittlichen Kosten, ergibt sich die durch die Kälte verursachte Mehrbelastung. Den Bewohner einer 80 Quadratmeter großen gasbeheizten Wohnung haben die frostigen Temperaturen am vergangenen Montag also 2,16 Euro extra gekostet.

Friedrich Geiger kalkuliert

seine Heizkosten nach dem Wetter

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