Wirtschaft : DER PROZESS

16 098 KLÄGER

Rund 16 000 Kläger, 800 Anwaltskanzleien allein auf Seiten der T-Aktionäre, 80 Millionen Euro Streitwert – der Telekom-Prozess sprengt jeden Rahmen. Um das Mammutverfahren in den Griff zu bekommen, findet die Verhandlung nicht vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) selbst, sondern in einem eigens angemieteten Bürgersaal statt. Angesetzt sind insgesamt 17 Verhandlungstage. In den ersten beiden Tagen wird es vor allem um Verfahrensfragen gehen, für den dritten Verhandlungstag am 14. April ist Ex-Telekom-Chef Ron Sommer als Zeuge geladen.

MUSTERFÄLLE

Das Gericht behandelt nicht alle Klagen, sondern beschäftigt sich exemplarisch mit zwei Musterfällen. Anhand dieser beiden Klagen sollen alle grundsätzlichen Fragen, die mit dem Prozess zusammenhängen, entschieden werden. Auf dieser Grundlage fällt dann anschließend das Landgericht Frankfurt, bei dem die Klagen anhängig sind, die Einzelurteile. Möglich geworden ist dieses Vorgehen durch das sogenannte Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG), das die Bundesregierung Ende 2005 nicht zuletzt mit Blick auf den Telekom-Prozess verabschiedet hatte. hej

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