Wirtschaft : Der Rechner in den Wolken

Kleiner, leichter, mobiler – die neuen Geräte

Hannover - Die Cebit ist dieses Jahr zwar erneut kleiner und allzu viele Neuheiten werden nicht präsentiert. Dennoch lassen sich an der Hightech-Messe die Trends der Branche ablesen.

COMPUTER

Der Trend geht zur Mobilität: 70 Prozent aller verkauften Rechner sind inzwischen Laptops. Besonders boomen die kleinen Netbooks. Sie sind zwar etwas schwächer in der Leistung als große Laptops, dafür aber leicht, ausdauernd und über WLAN und Handynetz fast überall an das Internet angebunden. Mit Tablet- PCs wie dem iPad von Apple entsteht derzeit eine weitere Geräteklasse. Fujitsu stellt dieses Jahr den Zero-Client vor – der hat nur noch Bildschirm, Tastatur und Netzanschluss. Die Rechenleistung bekommt er aus dem Internet.

SMARTPHONES

Apple hat mit seinem iPhone den Trend zu den Multimedia-Handys ausgelöst. Mittlerweile bieten alle großen Hersteller Smartphones an. Die Mobiltelefone werden dabei immer mehr zu Minicomputern, auf denen sich kleine Programme – sogenannte Apps – installieren lassen. Dieses Jahr wird Expertenschätzungen zufolge schon jedes dritte verkaufte Handy ein Smartphone sein.

CLOUD COMPUTING

Computer können leichter, mobiler und billiger werden, wenn die Rechenleistung nicht immer weiter wachsen muss. Die Lösung heißt Cloud Computing, das Rechnen in der Wolke. Die Programme werden von riesigen Rechenzentren ausgeführt und kommen über das Internet auf die Computer. Das hat für Nutzer klare Vorteile: Die Installation auf dem Computer kann nicht mehr schiefgehen, und Aktualisierungen müssen die Nutzer auch nicht mehr selbst vornehmen. Problematisch können allerdings die Sicherheit der Daten und der Datenschutz sein.

3-D-TECHNIK

Der Kinofilm Avatar hat es vorgemacht, doch dreidimensionale Bilder sollen nicht mehr nur im Kino zu sehen sein. Die Hersteller entwickeln immer mehr Computer und Fernseher, die 3D auch zu Hause zeigen können – oder unterwegs: Auch erste Laptops werden mit der Technik ausgestattet.

MUSIK

Das Internet ist für den legalen Musikvertrieb immer wichtiger geworden. Die Cebit will Musikverlage und die IT- Branche zusammenführen: Dieses Jahr findet im Rahmen der Computermesse erstmals die Cebit Sounds statt. Mit Auftritten einiger Künstler soll die Messe zu einem Musik-Business-Festival werden.

VERNETZUNG

Das Motto der Cebit lautet „Connected Worlds“. Damit will die Messe zeigen, dass die unterschiedlichen Techniken immer mehr zusammenwachsen  und das Internet sie verbindet. Das gilt für die Unterhaltungselektronik wie Fernseher, MP3-Musikspieler und Spielekonsolen genauso wie für Navigationsgeräte, Autos oder das Gesundheitswesen. AFP

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