Wirtschaft : Der richtige Dreh

Die meisten Modelle sind gut, aber nicht alle: Zwei können dem Heimwerker sogar gefährlich werden

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Voller Energie. Mit einer Akkuladung lassen sich bis zu 150 Schrauben eindrehen. Foto: p-a/gms Foto: picture-alliance/ gms
Voller Energie. Mit einer Akkuladung lassen sich bis zu 150 Schrauben eindrehen. Foto: p-a/gmsFoto: picture-alliance/ gms

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, oft zum Beispiel beim Fensterputzen. Dass auch Heimwerken mit einem Akkuschrauber ganz schön gefährlich sein kann, hat nun die Stiftung Warentest herausgefunden. Sie prüfte 16 Geräte und fand zwei mit erheblichen Sicherheitsmängeln. Im Test zeigte sich, dass der Akku des Skil Skildriver nicht der Norm entsprach. Fing er Feuer, so brannte er im Ladegerät lichterloh ab. Eigentlich muss der Kunststoff von selbst verlöschen. Beim Makita BHP war das Rückdrehmoment so stark, dass dieses Gerät kaum mehr festzuhalten war, wenn es blockierte. Fraß sich der Bohrer fest, drehte er sich aus der Hand. Auf einer Leiter kann das lebensgefährlich sein. Beide bewerteten die Tester mit „mangelhaft“.

Ansonsten zeigte der Test erfreuliche Ergebnisse: Die meisten Akkubohrschrauber können durchaus mit Kabelgeräten mithalten, zehn Geräte waren „gut“. Allerdings untersuchte die Warentest nur teurere Modelle zwischen 100 und 450 Euro. In einem Test mit Billig-Akkubohrschraubern für unter 50 Euro aus dem vergangenen Jahr war kein einziges Gerät gut gewesen.

Für Heimwerker, die in erster Linie Schrauben eindrehen und Holz bohren wollen, reicht ein einfacher Akkubohrschrauber. Wer dagegen in Steinmauern bohren möchte, sollte einen Schlagbohrschrauber wählen, für Beton ist der Bohrhammer die richtige Wahl.

Bei den Bohrschraubern überzeugten besonders Kress und Ryobi. Die Geräte von AEG und Einhell schwächelten beim Bohren in Holz, alle anderen schafften das ohne Probleme. AEG und Black &Decker hatten beim Eindrehen großer Schrauben Probleme. Beim Stahlbohren gerieten alle Geräte schnell an ihre Grenzen, mit AEG, Einhell und Black&Decker war es praktisch unmöglich.

Von den sechs Schlagbohrschraubern waren vier gut, am besten schnitt der Hitachi ab. Er überzeugte auch durch seine lange Akkulaufzeit. In Holz und Stein bohrten alle Geräte mühelos, bei Beton war keines gut. Hierfür eignete sich eher der Bohrhammer von Bosch. Allerdings ließ sich bei diesem Gerät der Akku nicht wechseln, er lud langsam auf und versagte beim Schrauben.

Alle Geräte im Test haben Lithium-Ionen-Akkus mit geringer Selbstentladung. Voll geladen konnten die Tester zwischen 50 und 150 große Schrauben in Holz eindrehen. Die Ladezeiten dagegen waren sehr unterschiedlich. Der Testsieger war in 18 Minuten startklar, der Black &Decker ASL brauchte ganze fünfeinhalb Stunden. Bei fast allen Geräten bis auf Skil, Bosch PSB und Bosch Uneo war ein zweiter Akku zum Wechseln dabei.

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