Wirtschaft : Der richtige Ton

Bei Mitarbeitergesprächen ist es üblich, Klartext zu reden. Schließlich geht es darum, ein kritisches Feedback zu geben. „Die Frage ist allerdings immer, wie ich etwas sage“, betont die Etikette-Expertin Bettina Geißler aus Norderstedt. Kritik sollte so formuliert sein, dass sie für den anderen annehmbar ist. Stimmt der Ton, sei es möglich, nicht nur fachliche Defizite, sondern auch persönliche Schwächen anzusprechen. Höflich sei es, wenn Vorgesetzte Kritik als Ich-Botschaft formulieren, also etwa sagen: „Ich habe beobachtet, dass...“ Das mache es dem Kritisierten leichter, die Kritik zu akzeptieren. Den richtigen Ton sollte aber auch der Arbeitnehmer treffen – selbst, wenn er etwas zu hören bekommt, was ihm nicht gefällt oder der Vorgesetzte lauter wird. Man müsse sich nicht alles gefallen lassen – solle aber höflich bleiben. dpa

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