Wirtschaft : Der Stellenabbau geht weiter, der Mobilfunkbereich soll Jobs bringen

Der Stellenabbau bei der Deutschen Telekom ist auch nach der geplanten Kürzung der Belegschaft auf 170 000 nicht abgeschlossen. "Es wird keinen Stillstand geben, die Rationalisierung geht weiter", sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer am Dienstag bei der Vorstellung des Sozialberichts in Bonn. Ende August beschäftigte der Bonner Telefonriese noch 173 000 Menschen, davon rund 27 000 in Tochtergesellschaften. Das Unternehmen zähle damit zu den größten Arbeitgebern in Deutschland.

Vor vier Jahren hatte die Telekom noch 230 000 Mitarbeiter. Im ersten Quartal 2000 dürfte das Ziel der Personalanpassung von konzernweit 170 000 erreicht werden, sagte Klinkhammer weiter. Auf die Verbesserung der Produktivität in den vergangenen vier Jahren um 30 Prozent sei die Telekom stolz. Um mehr als 800 Millionen Mark sei der Personalaufwand in den Jahren 1997 und 1998 verringert worden. "Wir haben es geschafft, im Konsens mit den Gewerkschaften den Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen hinzukriegen", unterstrich der Personalchef der Telekom. Die Einsparungen bezeichnete er dabei als ein "notwendiges Übel". Der Stellenabbau werde künftig aber nicht mehr mit der Geschwindigkeit der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Während in der Muttergesellschaft Arbeitsplätze wegfielen, würden vor allem in den Wachstumssparten Mobilfunk und T-Online neue Stellen geschaffen. "In den Tochterfirmen entstehen Arbeitsplätze mit Zukunft", sagte der Personalchef. Allein bei T-Mobil (D1) kommen nach seinen Angaben in diesem Jahr 2000 neue Arbeitsplätze hinzu. Klinkhammer rechnet in den kommenden zwei Jahren im Mobilfunk mit einem weiteren Belegschaftsaufbau von 2000 Stellen jährlich. Das Zahl der Auszubildenden von derzeit 7400 jährlich soll beibehalten werden.

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