Wirtschaft : Der Tagesspiegel

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Überrascht waren die Portugiesen von der Stärke der Amerikaner. Das gibt Luis Figo sogar zu. Nach dem 2:3 gegen die USA war der Star von Real Madrid mit hängendem Kopf vom Platz geschlichen und hatte die Welt nicht mehr verstanden. Figos WM-Debüt geriet zur Pleite. „Es war ein schwerer Schlag. Das Spiel war schlecht, das Resultat war schlecht – alles war schlecht“, sagte der Mittelfeldstar des Geheimfavoriten nach dem Fehlstart gegen das Fußball-Entwicklungsland. Für den 29-Jährigen war die Startpleite bei Portugals WM-Comeback nach 16 Jahren, bei der erstmals in der WM-Geschichte zwei Eigentore fielen, vor allem eine persönliche Niederlage. Statt die „stärkste portugiesische Mannschaft aller Zeiten“, wie die Fans in der fußballverrückten Heimat glauben, zu neuen Höhen zu führen, erlebte er einen Tiefpunkt seiner Karriere: „Wir haben uns Fehler erlaubt, die man sich bei so einem Turnier auf diesem Niveau nicht erlauben darf.“ An Figo, dem die fehlende Fitness nach einer Knöchelverletzung deutlich anzumerken war, lief das Spiel vorbei. Er schlich über das Spielfeld, verpasste die meisten Zuspiele der Kollegen und setzte selbst kaum Akzente. Was bleibt? Üben! Gestern trainierte Figo wieder fleißig. Im Hintergrund das schöne Wort „Victory“, Sieg. Ob es was bringt am Montag gegen Polen? Foto: dpa

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