Wirtschaft : Der Zeitpunkt des Börsengangs ist noch offen

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Als erste der großen deutschen Sparkassen wird die Frankfurter Sparkasse in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Magistrat der Stadt Frankfurt, die 40 Prozent der Anteile hält, hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Zustimmung der privaten Träger gilt ebenfalls als sicher.

Langfristig peilt die Frankfurter Sparkasse nach den Worten von Vorstandssprecher Klaus Wächter den Gang an die Börse an. Dabei soll das gemeinnützige Ziel des Unternehmens aber nicht aus dem Auge verloren werden. Wächter sieht die Frankfurter Sparkasse als eine etwas andere AG, die sich nicht nur am "Shareholder Value" orientieren werde und zur "Bürgersparkasse" werden soll. Wann der Börsengang ansteht, ließ Wächter auf der Bilanzpressekonferenz seines Hauses am Freitag offen.

Zunächst schafft sich das Frankfurter Kreditinstitut, die drittgrößte deutsche Sparkasse, mit der Umwandlung in eine AG die Voraussetzung dafür, andere Sparkassen übernehmen zu können. Ziel sei es, für andere Geldhäuser die Möglichkeit zum "Andocken" an die Frankfurter Sparkasse zu schaffen. "Wir wollen das Heft des Handelns selbst in der Hand behalten, wir suchen keine Möglichkeit zum Unterschlüpfen", sagt Vorstandssprecher Wächter.

Daneben will sich das Unternehmen mit der Umwandlung in eine AG die Chance eröffnen, Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen zu können, bevor nach einem Börsengang auch Kunden und Bürger als Aktionäre bei der Frankfurter Sparkasse mitmischen können. Natürlich sieht Wächter mit der neuen Unternehmensstruktur auch die Möglichkeit, ein künftiges Wachstum der Frankfurter Sparkasse durch die Emission von Aktien zu beschleunigen.

Im vergangenen Jahr erreichte die Frankfurter Sparkasse bei einer Bilanzsumme von knapp 29 Milliarden Mark ein Betriebsergebnis von 222 Millionen Mark, 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Angesichts des guten ersten Quartals rechnet Wächter für das laufende Jahr mit einer Steigerung auf rund 230 Millionen Mark.

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