Wirtschaft : DeTeWe glaubt an den Erfolg der Sanierung Berliner Telekomunternehmen

schreibt „schwarze Null“

Berlin (jug). Das Berliner Telekommunikationsunternehmen DeTeWe hat erste Erfolge seiner im vergangenen Jahr begonnenen Sanierung präsentiert. Bei der Vorlage seiner Jahresbilanz für das Jahr 2002 bewertete das Unternehmen den Verkauf seiner Produktionsstätte in Berlin/Hoppegarten an die Vogt Electronic AG als Fortschritt. Durch Umstrukturierung, Outsourcing und Kostensenkungen habe DeTeWe ein besseres Geschäftsergebnis erzielt. Dennoch handelt es sich lediglich um „ein ausgeglichenes Ergebnis – eine schwarze Null“. Ein positives Ergebnis ist weiter nicht in Sicht.

Vorstandssprecher Christian Brunke führt die verhaltene Entwicklung auf die „widrigsten Bedingungen“ und die dümpelnde Weltkonjunktur zurück. Gemessen am Ergebnis von 2001 war die Sanierung dringend notwendig: Damals musste DeTeWe bei einem Umsatz von 422 Millionen Euro einen Fehlbetrag von neun Millionen Euro ausweisen.

Die Schließung der Produktionsstätte war ökonomisch ein Muss: Nach einigen Firmenzusammenschlüssen produzierte die Konkurrenz in deutlich größerem Maßstab. „Die Produktionsstätte Hoppegarten stammte noch aus der Zeit kurz nach der Wende – natürlich war das überholt und nicht mehr wettbewerbsfähig“, sagte Brunke. Vogt habe mit cirka 6000 Beschäftigen größere Kapazitäten. Die Kosten des Personalabbaus wurden geteilt, da etliche Abfindungen anfielen. Jetzt zeigen die Kostensenkungsmaßnahmen Wirkung. Seit Januar verzeichnen die Tochtergesellschaften wieder Gewinne und das Unternehmen DeTeWe ist schuldenfrei – die Probleme beschränkten sich überwiegend auf den deutschen Markt.

Der Vorstand gab sich selbstbewusst: „Wir haben die Chance der Krise optimal genutzt“, sagte Brunke. Für die Zukunft hat DeTeWe ehrgeizige Pläne: Die erneuerte Angebotspalette – kein Produkt ist älter als 18 Monate – soll bald auf der internationalen Computermesse Cebit zu sehen sein. Auf der Cebit ist die potenzielle DeTeWe-Kundschaft versammelt, die angesprochen werden soll. Brunke: „Wir wollen in der Zukunft stärker europäische Märkte erschließen und vielleicht sogar den Sprung über den großen Teich wagen.“

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