Wirtschaft : DeTeWe setzt auf das Internet

BERLIN (dw).Der Berliner Telekommunikationskonzern DeTeWe hat eine Produktoffensive gestartet.Das Unternehmen will künftig verstärkt auf ISDN-Geräte und den Internet-Zugang setzen, erklärte Konzernsprecher Horst Rödiger am Dienstag vor Journalisten in Berlin.Mit dem neuen Schwerpunkt will das Unternehmen einen Umsatzrückgang im Geschäft mit öffentlichen Telekom-Netzen ausgleichen.

Die Investitionsphase des Hauptkunden Deutsche Telekom sei nahezu abgeschlossen, erklärte Rödiger die Neuausrichtung.Der Umsatz mit den öffentliche Telefonnetzen - 1997 lag er bei rund 360 Mill.DM - werde sich daher auch 1999 "deutlich zurückbilden."

Die zur Mannheimer Röchling-Gruppe gehörende DeTeWe erzielte 1997 einen Umsatz von rund 815 Mill.DM.Das 1887 gegründete Traditionsunternehmen mit Hauptsitz in Berlin hat Produktionsstätten in Köpenick und Hoppegarten und ist mit Tochtergesellschaften und Vertretungen im gesamten Bundesgebiet sowie in Großbritannien, Italien, Dänemark, der Schweiz und anderen west- und osteuropäischer Staaten vertreten.Die Mitarbeiterzahl ging von 2164 Ende 1997 auf 1913 Ende vergangenen Jahres zurück.

"Wir gehen für 1999 von einem sprunghaften Anstieg bei ISDN- und Internet-Anschlüssen aus", führte Marketing-Leiter J. D. aus.Nach seiner Vorhersage könnte die Zahl der ISDN-Anschlüsse in Deutschland im laufenden Jahr noch einmal dramatisch ansteigen.Die Zahl der Internet-Nutzer werde in Deutschland um gut 30 Prozent auf fast 10 Millionen wachsen.DeTeWe biete für die Kunden in diesem rasch wachsenden Marktsegment "preisgünstige und technisch einfache Wege vom häuslichen PC ins Internet."

Das erste DeTeWe-Produkt, das Spach- und Datenkommunikation vereinigt, ist das bereits im Dezember eingeführte ISDN-Komforttelefon EuroMaster Data, das bei einfachster Handhabung Internetsurfen oder Faxversand parallel zum Telefongespräch ermöglicht.Als weiteres Zugpferd stellte DeTeWe nun die kleine ISDN-Anlage QuickNet ISDN vor.Über das Gerät können Modem, Anrufbeanworter, Telefon und Fax gleichzeitig an das ISDN-Netz angeschlossen werden.Durch die "Plug- and Play-Installation" ist es nicht mehr nötig, den PC für den Einbau einer Steckkarte zu öffnen, eine einfache Kabelverbindung genügt."Beide Geräte", so Produktmanager Sven Carlberg, "bringen den Nutzer schnell und einfach ins Internet." Die technische Hemmschwelle soll für die Neukunden so niedrig wie möglich gehalten werden.

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