Wirtschaft : Deutlich weniger Börsengänge

Stuttgart - Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und der Staatsschuldenkrise ist die Zahl der Börsengänge im dritten Quartal weltweit eingebrochen. Das geht aus einer vierteljährlichen Analyse der Beratungs- und Prüfgesellschaft Ernst & Young vom Mittwoch hervor. Demnach ging die Zahl der IPOs (Initial Public Offerings) in der Zeit zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorquartal um fast ein Drittel auf 284 zurück. Verschoben wurden 22 IPOs, 49 ganz abgesagt. Das Emissionsvolumen fiel um 60 Prozent auf 28,5 Milliarden Dollar (21,4 Milliarden Euro). Der Rückgang der Börsengänge zeige, dass die Schuldenkrisen in der Euro-Zone und den USA negative Auswirkungen auf das Vertrauen der Emittenten und auch der Investoren hatten, erklärte Ernst & Young. Die Unternehmen hätten ihre Pläne aber nur zurückgestellt und warteten auf bessere Marktbedingungen. Mit verstärkten Aktivitäten rechnet die Gesellschaft erst wieder im Frühjahr 2012. Wenn Börsengänge klappten, dann vor allem in den Wachstumsmärkten wie China. dpa

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