Wirtschaft : Deutliche Absatzsteigerung in Nordamerika - erstes Quartal mit hohem Zuwachs

Volkswagen ist nach dem starken Gewinneinbruch im Vorjahr wieder auf der Erfolgsspur. Im ersten Quartal 2000 stiegen sowohl Umsatz und Auslieferungen als auch der Gewinn. Nach dem am Dienstag vorgelegten Zwischenbericht lieferte Europas größter Autohersteller von Januar bis Ende März weltweit 1,26 Millionen Autos aus, gut sechs Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 1999. Der Umsatz stieg um 14,5 Prozent auf knapp 41 Milliarden Mark. Das Vorsteuerergebnis legte um 15,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Mark zu, der Reingewinn des Konzerns zog sogar um 36 Prozent auf 484 Millionen Mark an. Die VW-Aktie reagierte mit einem Kursplus.

Der höhere Gewinn ging laut VW auch auf erste positive Effekte des so genannten Ergebnisverbesserungsprogramms zurück. So seien die Verwaltungskosten unterproportional gestiegen. Die Herstellungskosten sanken sogar. Der Konzern investierte 6,9 Milliarden Mark, ein Plus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Quartals-Bilanz bestätige die positiven Erwartungen für das Gesamtjahr, teilte VW weiter mit. Der Autoabsatz in den Regionen verlief allerdings sehr unterschiedlich: Zuwächsen in Nordamerika und erstmals seit mehreren Jahren auch in Lateinamerika standen Einbußen in Deutschland gegenüber. In Westeuropa wuchs VW langsamer als der Automobilmarkt insgesamt. Nach Angaben des Konzerns kam das Wachstum allein aus dem Auslandsgeschäft, wo VW beim Umsatz um 25,6 Prozent auf 29 Milliarden Mark zulegte. Im Inland dagegen sank die Zahl der verkauften Autos um 7,3 Prozent.

Besonders stark legte VW im ersten Quartal in Nordamerika zu, wo ein Plus von fast 40 Prozent auf 154.000 Autos verzeichnet wurde. Damit ist die Region aus USA, Kanada und Mexiko nun der zweitgrößte VW-Markt nach Westeuropa. Auch in Spanien, Italien und Frankreich stieg der Absatz kräftig, ebenso in den Regionen Südamerika (Brasilien plus 9,2 Prozent), Südafrika und Asien. Von den Marken liefen am besten Seat (plus 15 Prozent) und Audi (plus 13,4 Prozent). Skoda wuchs um 9,2 Prozent und die Marke VW um 2,9 Prozent. Die Luxusmarken Rolls-Royce/Bentley und Lamborghini wuchsen - von der sehr niedrigen Ausgangsbasis - um 37 und 43 Prozent.

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