Wirtschaft : Deutliche Kürzungen

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Rund 3,5 Milliarden Euro zahlte die Bundesanstalt für Arbeit (BA) bisher pro Jahr an Bildungsträger, die Arbeitslosen in Kursen Englisch, den Umgang mit Software oder Bewerbungen beibringen. Ein Drittel der Teilnehmer fand danach trotzdem keinen Job. Seit Anfang 2003 zahlen Arbeitsämter daher nur noch Weiterbildungen, wenn absehbar ist, dass die Schulungen erfolgreich sind.

DIE BRANCHE

Bis zu 30 000 Firmen leben von der Fort- und Weiterbildung. Die Branche steckt in der Krise.

Wesentlicher Grund dafür sind die Sparmaßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit: Der Markt lebt von der Förderung durch die BA. Erschwerend kommt noch hinzu, dass auch viele Unternehmen wegen der Wirtschaftsflaute ihre Weiterbildungsetats zusammengestrichen haben.

DAS KOLPING-WERK

1849 gründete der katholische Geistliche Adolph Kolping in Köln den ersten katholischen Gesellenverein. In die aktive Arbeitsmarktförderung stieg das Bildungswerk nach 1969 ein, als die Große Koalition mit dem Arbeitsförderungsgesetz den Geldhahn der Arbeitslosenversicherung für Fort- und Weiterbildung öffnete. Mit 3000 Beschäftigten ist das Werk der drittgrößte Bildungsträger.

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