Wirtschaft : Deutsche Annington Immobilien GmbH will der Bundesregierung 8,1 Mrd. DM zahlen

Im Ringen um die Privatisierung der 114 000 bundeseigenen Eisenbahnerwohnungen hat die Deutsche Annington Immobilien GmbH der Bundesregierung nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" erneut 8,1 Mrd. DM für die Übernahme angeboten. Die von Regierung, Eisenbahnvermögen und Gewerkschaften angerufene Einigungsstelle hatte den Verkauf der Wohnungen an ein Bieterkonsortium, der dem Bund nach Abzug der Verbindlichkeiten 4,6 Mrd. DM netto einbringen sollte, vor zehn Tagen vorerst gestoppt.

Die Finanznöte des Bundes nährten laut Zeitung bei der Deutschen Annington Immobiliengesellschaft die Hoffnung, doch noch als Käufer zum Zuge zu kommen. In diesem Fall würden dem Bundeshaushalt mit 5,6 Mrd. DM eine Mrd. DM mehr in diesem Jahr in die Kassen kommen.

"Wir sind definitiv weiter an den Wohnungen interessiert und bieten der Bundesregierung, den Gewerkschaften sowie den Vertretern der Bahn Gespräche an", sagte Sven Alexander Kado, Vorstandschef der Deutschen Annington dem Blatt. Zunächst müsse allerdings die schriftliche Begründung des ablehnenden Schiedsspruchs abgewartet werden. Daraus ließe sich ersehen, was an zusätzlichen Bedingungen noch gefordert wird. Denn auch zu entsprechenden Nachbesserungen des Angebots sei die zur japanischen Nomura-Gruppe gehörende Deutsche Annington bereit.

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