Wirtschaft : Deutsche Autoindustrie: Ford kappt Kapazitäten

Ford wird im ersten Quartal 2001 seine nordamerikanische Automobilproduktion massiv zurückfahren. Gleichzeitig hat das Unternehmen eine Gewinnwarnung heraus gegeben. Damit reagiert der zweitgrößte Autohersteller der Welt auf die stark nachlassende US-Nachfrage und die hohen Neuwagenhalden. Ford will im ersten Quartal nächsten Jahres nur noch 1,05 Millionen Autos in Nordamerika bauen. Das sind 107 000 Stück oder neun Prozent weniger als bisher geplant. Ford hat ferner seine Gewinnerwartungen für das vierte Quartal um zehn Cents je Aktie gegenüber den von der Firma First Call erfassten Konsens-Analystenschätzungen von 74 Cents je Aktie reduziert. Ford machte witterungsbedingte Produktionskürzungen und Autoteile-Mangel außerhalb Nordamerikas für den Gewinnrückgang verantwortlich. "Es ist klar, dass sich das US-Wirtschaftswachstum verlangsamt. Verbraucherumfragen zeigen, dass es in Zukunft geringere Ausgaben geben wird", betonte Ford-Vizepräsident Martin Inglis. Ford will laut Inglis mit Hilfe des neuen Produktionsplans "das US-Inventar mit der Nachfrage in Einklang bringen". Die meisten nordamerikanischen Ford-Werke sollen danach für jeweils eine Woche geschlossen werden. General Motors und Daimler-Chrysler hatten in der Vergangenheit ebenfalls weit reichende Produktionskürzungen angekündigt, um mit den hohen Neuwagenbeständen fertig zu werden.

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