Deutsche Bahn : Mehdorn will bis 2008 an die Börse

Bahnchef Hartmut Mehdorn will seinen Konzern noch im Jahr 2008 an die Börse bringen. Man werde an einigen Stellen arbeiten müssen, aber könne dann auch die "Chancen des Marktes wahrnehmen".

Berlin - "Der Termin 2008 ist zu schaffen", sagte Mehdorn. Möglich seien Frühjahr oder Sommer 2008. In den vergangenen Monaten habe die Bahn sich weiter auf einen Börsengang vorbereitet, sagte der Konzernchef. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte am Mittwoch von einem Börsengang bis spätestens 2009 gesprochen und das Jahr 2008 als möglichen frühesten Zeitpunkt genannt.

Mehdorn begrüßte die Einigung auf den Börsengang als "gutes und wichtiges Signal für die Bahn, ihre Mitarbeiter und ihre Kunden". Er sei zuversichtlich, dass es zu einem Gesetz komme, mit dem das Unternehmen "die Chancen des Marktes wahrnehmen" könne. Allerdings werde "man noch an ein paar Stellen arbeiten müssen". Dann sei eine Lösung möglich, die sowohl für Konzern als auch für den Bundestag zufriedenstellend sei.

Mehdorn sagte weiter, es sei nicht entscheidend, wie hoch der Anteil sein wird, der an die Börse gebracht wird. Die Bahn habe immer einen stufenweisen Börsengang angestrebt. Ob es 25 Prozent oder 30 Prozent seien, spiele vorerst keine Rolle. Mehdorn sagte weiter, die nun gefundene Konstruktion, bei der das Schienennetz beim Bund bleibe und von der Bahn bilanziert werden soll, sei für die Anleger akzeptabel. Auch bei anderen Privatisierungen etwa in der Wasserwirtschaft gebe es auch nach der Privatisierung eine staatliche Aufsicht. (tso/AFP)

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