Wirtschaft : Deutsche Bahn: Rabatte für Frühbucher in Planung

Bahnfahren soll im kommenden Jahr bis zu 40 Prozent billiger werden. Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" am Sonntag vorab berichtete, plant die Deutsche Bahn AG hohe Rabatte für Frühbucher. Der Preisnachlass für Bahncard-Inhaber dagegen betrage künftig nur noch 25 statt wie bisher 50 Prozent, die Karte zweiter Klasse koste dann aber auch nur noch 150 Mark (bisher: 270 Mark). Unterdessen wies die Bahn Berichte zurück, sie habe seit 1992 rund elf Milliarden Mark Investitionsmittel nicht genutzt.

Laut "Capital" erhalten Bahnkunden, die eine Zugverbindung im Voraus buchen, künftig Rabatte von zehn, 25 oder 40 Prozent. Die Höhe des Preisnachlasses hänge, ähnlich wie bei den Fluggesellschaften, von Vorkaufsfristen und Reisezeiten ab. So wolle die Bahn 40 Prozent Rabatt gewähren, wenn der Kunde den Fahrschein mindestens sieben Tage im Voraus kaufe und ein Wochenende zwischen Hin- und Rückfahrt liege. Die Zahl der Billigplätze pro Zug sei von Tag und Uhrzeit abhängig. Leicht gesenkt werden sollen auch die regulären Grundpreise. Allerdings müssten Vielfahrer und Geschäftskunden, die bislang die Bahncard nutzten, in den meisten Fällen mehr bezahlen.

Einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die Bahn schöpfe Investitionsmittel nicht aus, wies ein Bahnsprecher zurück. Das zur Verfügung stehende Geld sei auch abgerufen worden. In Nachtragshaushalten seien allerdings immer wieder Mittel, die zuvor genehmigt worden seien, gekürzt worden. "Der Spiegel" berichtet unterdessen, dass die Bahn bis zu 60 ihrer 80 Container-Umschlagbahnhöfe schließen wolle. Sie werde nur "hoch frequentierte Korridore im internationalen Verkehr" bedienen. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte im November ein neues Konzept für den Bahn-Güterverkehr vorgestellt, das eine engere Zusammenarbeit mit Lkw-Speditionen vorsieht.

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