Deutsche Bahn : SPD und Grüne kritisieren Hansens Wechsel

Politiker der SPD und der Grünen haben sich empört über das Aufrücken des Transnet-Chefs Hansen in den Bahn-Vorstand gezeigt. Sie sehen den Hansens Aufstieg als Belohnung, weil er sich für eine Privatisierung des Konzerns habe.

Der Wechsel von Transnet-Chef Norbert Hansen zur Deutschen Bahn hat harsche Kritik bei der SPD und den Grünen ausgelöst. "Die zeitliche Nähe wirkt ziemlich schamlos", sagte der SPD-Linke Hermann Scheer dem "Tagesspiegel". "Ein solcher Schritt nährt den bösen Schein."

Es gebe einen "natürlichen Gegensatz" zwischen den Interessen der Beschäftigten und des jeweiligen Vorstands, sagte der Politiker weiter. "Dass es ausgerechnet der Gewerkschaftsvorsitzende sein muss und dann auch noch im Zusammenhang mit dem Konflikt um die Bahn-Privatisierung, das kann nur Kopfschütteln hervorrufen." Zumal es erst wenige Tage zurückliege, dass Hansen zugesagt habe, tarifvertraglich die 24,9-Prozent-Grenze bei der Privatisierung zu fixieren - die Durchsetzung habe dann aber gar nicht erst versucht habe.

"Es ist peinlich, wie der brave Privatisierungs-Hurra-Gewerkschafter Hansen nun mit einem Vorstandsposten belohnt wird“, kommentierte Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn die Personalie. „Der war als Gewerkschafter schon immer auf der anderen Seite."

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