Wirtschaft : Deutsche Bank 24: Jahresgewinn verdoppelt

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Bei der Deutschen Bank 24, dem Filial- und Direktbankableger der Deutschen Bank, macht man sich über den Zusammenschluss von Allianz und Dresdner Bank wenig Gedanken. Auf diesem Weg sei man längst, sagte Vorstandssprecher Herbert Walter am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz. "Wir sind schon jetzt ein bank-assurer". Eine mögliche Zusammenarbeit mit der Allianz in der Abwicklung des Bankgeschäftes ist für Walter offenbar auch kein Thema, da man dies selbst profitabel betreibe. Ihren operativen Gewinn steigerte die Deutsche Bank 24 im vergangenen Jahr um mehr als das Doppelte auf 380 Millionen Euro. Die Deutsche Bank gab auch bekannt, dass sie ihr bisheriges Online-Angebot Brokerage 24 künftig europaweit unter dem Namen "Maxblue" anbieten wird.

Auch der vor einem Jahr geplante Börsengang der Bank 24 ist derzeit kein Thema. Insgesamt sieht der Vorstandssprecher sein Haus als "integrierte Multikanalbank" gegenüber den klassischen Filialbanken und den neuen Direktanbietern auf einem erfolgreichen Weg. Allerdings ist auch der Deutschen Bank 24 das Filialnetz noch zu groß. Von den derzeit knapp 1100 Ablegern werden bis Ende Juli rund 100 geschlossen, nachdem schon im vergangenen Jahr 150 dichtgemacht wurden. Von Ende 1999 bis Ende 2000 kletterte die Zahl der Online-Kunden von 575 000 auf 1,1 Millionen. Im ersten Quartal kamen noch einmal 200 000 hinzu. Damit habe man einen Marktanteil von 15 Prozent. Eine konkrete Prognose für das Kundenwachstum im laufenden Jahr wagt Walter allerdings nicht. Aber er hält am Ziel fest, für sein Haus bis 2004 in Europa insgesamt 14 Millionen Kunden zu gewinnen. Derzeit sind es 11 Millionen, hierzulande sind es 7,3 Millionen.

Im Wertpapiergeschäft kletterten die Erträge um 66 Prozent auf 464 Millionen Euro. Das Depotvolumen der Kunden erhöhte sich um sieben Prozent auf 33,5 Milliarden Euro. Ende des Jahres beschäftigte die Deutsche Bank 24 rund 16 500 Mitarbeiter. An die Deutsche Bank führte die Tochter einen Gewinn von 296 Millionen Euro ab, nach 38 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

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