Deutsche Bank : Gericht weist Klage einer Kirchfirma ab

Das Landgericht München hat die Milliardenklage einer Medienfirma aus der Kirchgruppe gegen die Deutsche Bank abgewiesen. Ein Etappensieg, mehr nicht

MünchenSeit Jahren kämpft Leo Kirch gegen die Deutsche Bank. Auslöser war eine Äußerung des damaligen Bankchefs Rolf Breuer, der bei Bloomberg TV öffentlich an der Kreditwürdigkeit von Kirchs Medienimperium zweifelte: "Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen." Am 8. April 2002 musste mit der KirchMedia das wichtigste Unternehmen der Kirch-Gruppe Insolvenz beantragen. Kirch gibt Breuer dafür die Schuld.

Heute wies das Landgericht München die Klage der Kirchfirma KGL Pool gegen die Deutsche Bank ab. Allerdings aus formalen Gründen, denn das Gericht ist der Auffassung, dass kein Anspruch auf Schadenersatz besteht, weil es zwischen beiden Parteien keine Vertragsbedingungen gab.

Die Deutsche Bank wird nicht lange Ruhe haben, denn der Anwalt der KGL Pool kündigte bereits an, "höchstwahrscheinlich" in Berufung zu gehen. Außerdem ist noch das Verfahren von Leo Kirch persönlich gegen die Deutsche Bank und Breuer beim Landgericht anhängig. In diesem Verfahren geht es nur noch um die Höhe des Schadenersatzes. (sp/ddp)

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