Wirtschaft : Deutsche Bank gibt Deutsche Börse ab Zehn Millionen Aktien verkauft

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Frankfurt (Main) (dpa/ro). Die Deutsche Bank hat ihre Beteiligung von 9,3 Prozent an der Deutschen Börse AG für knapp 360 Millionen Euro verkauft. Die 10,4 Millionen Aktien seien am Donnerstag weltweit bei institutionellen Investoren platziert worden, teilte Deutschlands größtes Kreditinstitut mit. Damit bessert der Branchenprimus auch die eigene Bilanz auf. Denn der „überwiegende Teil des Veräußerungserlöses ist ergebniswirksam“, berichtete das Geldhaus.

Damit setzt die Deutsche Bank ihre Politik fort, Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen schnell zu verkaufen. Diese Devise hatte der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann bei seinem Amtsantritt ausgegeben. Als Abkehr von der Frankfurter Börse will er die Trennung von dem Aktienpaket aber nicht verstanden wissen. „Auch wenn die Deutsche Bank künftig kein Aktionär der Deutschen Börse mehr ist, so bleiben wir doch ein wichtiger Kunde der Börse und werden unsere traditionell guten und vielfältigen Geschäftsbeziehungen fortführen.“

In Kreisen der Deutschen Börse wurde darauf hingewiesen, jetzt könne niemand mehr so leicht von einer Abhängigkeit der Börse von der Deutschen Bank sprechen. Größter Einzelaktionär der Deutschen Börse ist jetzt die Allianz Dresdner Bank-Gruppe mit knapp sechs Prozent. Auch HypoVereinsbank und Commerzbank halten noch Aktienpakete, allerdings jeweils weniger als fünf Prozent. Rund 75 Prozent der Aktien liegen bei institutionellen Anlegern, nur zwei Prozent werden von Privatanlegern gehalten.

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