Wirtschaft : Deutsche Bank kauft nur ohne Risiko ein

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Frankfurt am Main Deutsche-BankChef Josef Ackermann hat die Bereitschaft zu ausgewählten Zukäufen bekräftigt. Die Rendite dürfe darunter aber nicht leiden. „Wir werden unseren Ertrag nicht substanziell durch neue Initiativen gefährden“, sagte Ackermann am Mittwoch vor Investoren in Frankfurt. Grundsätzlich strebe die Deutsche Bank einen Mix aus organischem und externem Wachstum an. „Wir schauen uns sehr genau an, was passiert“, fügte Ackermann mit Blick auf Akquisitionen hinzu.

Nachdem die Hypo-Vereinsbank und die italienische Unicredito bestätigt hatten, dass sie über ein Zusammengehen verhandeln, hatte es in einem Zeitungsbericht geheißen, die Deutsche Bank erwäge ebenso wie mehrere ausländische Banken eine Offerte für die Commerzbank. Die beiden Geldinstitute haben dies bislang nicht kommentiert. Wegen der massiven Überschneidungen zwischen beiden Banken gilt ein Zusammenschluss als extrem aufwändig und wegen des wohl notwendigen massiven Stellenabbaus als politisch kaum durchsetzbar.

Bereits auf der Hauptversammlung hatte Ackermann die Bereitschaft zu gezielten Zukäufen angekündigt und erklärt, die Deutsche Bank prüfe eine Ausdehnung des Privatkundengeschäfts in Wachstumsregionen. Finanzkreisen zufolge prüft die Bank derzeit die Bücher der russischen Impexbank.

Nach Gewinnen in den vergangenen Tagen notierten Bankaktien am Mittwoch uneinheitlich: Die Aktie der Deutschen Bank kletterte bis zum Nachmittag um 0,4 Prozent auf 63,40 Euro, die Hypo-Vereinsbank sank um 0,8 Prozent auf 19,88 Euro. Das Papier der Commerzbank gewann 0,8 Prozent auf 17,85 Euro. Tsp

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