Wirtschaft : Deutsche Bank kauft zurück

Zehn Prozent der eigenen Aktien werden vom Markt genommen

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Frankfurt (Main) (ro). Die Deutsche Bank will bis September 2004 rund 58 Millionen ihrer eigenen Aktien und damit etwa zehn Prozent ihrer insgesamt ausgegebenen Aktien zurückkaufen. Damit sollen nach den Worten von Vorstandssprecher Josef Ackermann das Aktienkapital herabgesetzt und mögliche Aktienvergütungsprogramme finanziert werden. „Wir zeigen unsere Bereitschaft, Überschusskapital direkt an unsere Aktionäre weiterzugeben“, sagte Ackermann am Donnerstag in Frankfurt. Bei dem derzeitigen Kurs müsste die Bank für den Rückkauf rund 3,33 Milliarden Euro aufbringen.

Ackermann will mit diesem Schritt auch den Aktienkurs weiter nach oben treiben und den Börsenwert seines Unternehmens steigern. Bei seinem Amtsantritt lag der Kurs bei rund 75 Euro und lag damit nach seinen Worten schon zu niedrig. Zwischenzeitlich rutschte die Aktie auf 33 Euro ab, am Donnerstagnachmittag notierte das Papier bei gut 57 Euro.

Die Kernkapitalquote der Deutschen Bank soll trotz der Aktion weiter bei acht bis neun Prozent liegen. Je höher das Kernkapital, desto mehr Kredite darf die Bank vergeben. Von Juni 2002 bis April dieses Jahres hat die Bank bereits rund 62,15 Millionen Aktien zurückgekauft. 40 Millionen der zurückgenommenen Aktien wurden von der Bank vernichtet. Analysten gehen davon aus, dass auch diesmal zwei Drittel der Aktien aus dem Verkehr gezogen werden. Sie bewerten den Schritt der Bank positiv: Er sei ein Zeichen für die wiedergewonnene Stärke der Bank. Ackermann bekräftigte außerdem, dass die Deutsche Bank ihre Kosten bis Ende 2004 von derzeit 17 auf 16,5 Milliarden Euro drücken will.

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