Deutsche Bank : Rekordgewinn erzielt

Der Verkauf von Tafelsilber hat der Deutschen Bank im dritten Quartal einen unerwarteten Rekordgewinn beschert.

Frankfurt/Main - Von Juli bis September erwirtschaftete der deutsche Branchenprimus unter dem Strich ein Plus von 1,2 Milliarden Euro, wie die Bank mitteilte. Das war ein Viertel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. "Wir haben in diesem Quartal den höchsten Gewinn nach Steuern erwirtschaftet, den wir je in einem dritten Quartal erreicht haben", erklärte Bankchef Josef Ackermann.

Das Rekordergebnis verdankt die Deutsche Bank allerdings den Verkäufen von Anteilen an Daimler-Chrysler und Linde sowie Versicherungszahlungen für die Terroranschläge vom 11. September 2001, die zusammen 554 Millionen Euro in die Kassen spülten. In den ersten neun Monaten verdiente die Deutsche Bank unter dem Strich bereits mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Von Januar bis September stand in der Bilanz ein Gewinn von 4,2 Milliarden Euro, 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2005 hatte das Institut einen Nettogewinn von 3,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Das Rekordergebnis verdeckte auch den überraschend starken Einbruch im Aktienhandel, die Privatkunden hielten sich angesichts des Auf und Ab an der Börse spürbar zurück. Dagegen entwickelten sich die Erträge aus dem Kreditgeschäft besser als gedacht und konnten das Minus ausgleichen. Nachdem die Deutsche Bank die Privatkunden als stabile Ertragssäule wiederentdeckt hatte, will sie nun das Geschäft "weiter ausbauen", kündigte Ackermann an. Dabei sollten die jüngsten Investitionen helfen, erklärte der Vorstandschef mit Blick auf die jüngsten Zukäufe Berliner Bank und Norisbank. (tso/AFP)

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