Wirtschaft : Deutsche Bank unter Verdacht

New York/Washington/Berlin - Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat nach einem Bericht Untersuchungen gegen acht Banken, darunter die Deutsche Bank, im Zusammenhang mit dem Handel von Hypotheken-Papieren eingeleitet. Wie die „New York Times“ am Donnerstag berichtete, stehen sie im Verdacht, Rating-Agenturen durch falsche Informationen zu einer Besserbewertung ihrer Hypotheken-Absicherungen bewegt zu haben. „Wir sind davon überzeugt, dass die Deutsche Bank sich in diesem Zusammenhang korrekt verhalten hat. Wir werden mit den Behörden zusammen arbeiten, um unsere Position zu untermauern“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank dazu. New Yorks Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo soll auch gegen Goldman Sachs, Morgan Stanley, UBS, Citigroup, Credit Suisse, Crédit Agricole und Merrill Lynch ermitteln. Bei den hinters Licht geführten Rating- Agenturen handele es sich um Standard & Poors, Fitch und Moodys.

Unabhängig davon will der US-Senat sogenannte „Lügner-Hypotheken“ verbieten und damit eine der Ursachen der Finanzkrise bekämpfen. Die Senatoren stimmten am Mittwoch mit breiter Mehrheit einer Änderung des Finanzmarkt-Gesetzentwurfs zu. Banken dürfen Beratern keinen Aufschlag mehr bezahlen, wenn diese ihren Kunden besonders riskante Hypotheken aufschwatzen. dpa/rtr/sma

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