Wirtschaft : Deutsche Börse AG sieht sich unter Top-Ten-Finanzlinks weltweit

Eine virtuelle Reise zu den deutschen Finanzplätzen lohnt sich, denn die regionalen Börsen sehen immer deutlicher, dass der Standortwettbewerb auch über das World Wide Web ausgetragen wird. Die Ausweitung der Angebote honoriert der private Anleger mit steigenden "Besucherzahlen", wobei an erster Stelle natürlich die Zugriffe auf die Kursseiten stehen.

Die Deutsche Börse AG verzeichnet als "Platzhirsch" nach eigenen Angaben täglich rund 250 000 User und sieht sich - gemessen an den Zugriffen - unter den Top-Ten-Finanzlinks weltweit. Aber auch die kleineren Börsen sind zufrieden. Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Bayerischen Wertpapierbörse, berichtet von "exorbitanten Steigerungen" in den vergangenen 18 Monaten auf jetzt über 40 000 Abfragen pro Tag.

Zur Basis der Internet-Auftritte gehören die Kursseiten für den Amtlichen Handel, den Geregelten Markt und den Freiverkehr. In Frankfurt sind auch die Werte des Neuen Marktes und der Small Caps umfassend abgebildet. Nach Auskunft eines Sprechers sind insgesamt Kurse von über 20 000 Aktien, Renten und Optionsscheinen abrufbereit. Abseits der Main-Metropole liegen die regionalen Schätze, etwa in Berlin die osteuropäischen Aktien und in Stuttgart die Optionsscheine. Jede Site hat ihre spezifischen Stärken: Die Bremer Börse (www.boerse-bremen.de) hat einen Kursticker , die Niedersächsische Börse zu Hannover (www.boerse-hannover.de) ist zur Warenterminbörse (www. wtb-hannover.de) verlinkt, lediglich unter www.boerse-hamburg.de findet sich derzeit kein Angebot.

Die Börsen haben die Chancen des direkten Kontakts mit dem Anleger längst erkannt. "Es lohnt sich sehr, mit einem Webauftritt präsent zu sein", sagt Eva Klose von der Berliner Börse. Wichtig sei ein gepflegtes Angebot. "Wo wir einen Link setzen können, tun wir das auch", so Klose.

Und niemand will sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die Deutsche Börse AG verspricht für Oktober einen neuen Auftritt, wobei angestrebt wird, zum Portal des deutschen Finanzmarktes zu werden. München will die Informationen zum Prädikatsmarkt vertiefen, Stuttgart den Kursbereich ausweiten und bei Optionsscheinen eine Portalfunktion ansteuern. Peter Köhler

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