Wirtschaft : Deutsche Börse verliert Geld in den USA

Frankfurt am Main - Die Deutsche Börse ist im vierten Quartal des vergangenen Jahres mit 61 Millionen Euro in die Miesen gerutscht. Das war fast doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Auch der Jahresgewinn 2010 fiel mit 418 Millionen Euro um 16 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Hauptursache sind Belastungen durch die 2007 für rund zwei Milliarden Euro übernommene US-Aktienoptionsbörse ISE. Das Geschäft hat sich als Flop erwiesen und erforderte 2010 erneut Abschreibungen in Höhe von 453 Millionen Euro. Den Umsatz konnte die Deutsche Börse 2010 nur leicht um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern.

Beobachter werten diese Zahlen als Beleg für den Druck, unter dem die Deutsche Börse steht und mit als Anlass für die jetzt beschlossene Fusion mit der New Yorker Börse NYSE Euronext. 2010 wurden dem Vernehmen nach 80 von 400 Stellen im Management gestrichen. Durch die Fusion mit NYSE Euronext fürchten die Arbeitnehmervertreter weitere personelle Einschnitte. ro

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