Wirtschaft : Deutsche Entertainment geht weiter auf Erfolgstour

BERLIN (mot).Die Deutsche Entertainment AG hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz im Konzert- und Showgeschäft verdoppelt und will 1999 deutlich mehr erwirtschaften als ursprünglich geplant."Konservativ geschätzt", so Unternehmenssprecher Martin Fabel, sei bereits zum jetzigen Zeitpunkt für 1999 von einem Umsatz von 160 Mill.DM - ein Plus von 23 Prozent - auszugehen.Der Ertrag werde ähnlich stark wachsen.Bisher war ein Umsatz von 143 Mill.DM und ein operatives Ergebnis von 10,6 Mill.DM erwartet worden.Tourneen mit den Rolling Stones, Modern Talking und Lionel Richie sowie ein "stark wachsendes Varieté-Segment" hätten 1998 zu einem internen Konzernwachstum von 110 Prozent auf rund 130 Mill.(1997: 61,7 Mill.) DM geführt, so hieß es am Mittwoch.

Nach Akquisitionen in der Security- und Veranstaltungs-Branche rechnet "Deutschlands führender Dienstleistungskonzern im Live-Entertainment" aufgrund neuer Verträge mit namhaften Künstlern und möglicher weiterer Übernahmen in der zweiten Hälfte des Jahres 1999 mit einer weiteren Korrektur nach oben.Der erst kürzlich ausgebaute Sicherheitsdienst werde in weiteren Großstädten expandieren, sagte Fabel.Nach der erfolgreichen Stones-Tournee im vergangenen Jahr habe die Deutsche Entertainment 1999 die Deutschland-Tour von Marius Müller-Westernhagen als Zugnummer im Programm.Im Vorverkauf seien für die Konzerte, die von der 1998 übernommenen Balou Entertainment aus Köln organisiert werden, bereits 500 000 der geplanten 500 000 Tickets verkauft worden, so Fabel.Über die in der vergangenen Woche vereinbarte Kooperation mit dem US-Unternehmen Encore International sei die Entertainment zudem bei der Verpflichtung neuer Stars "einen Schritt schneller bei amerikanischen Künstlern".Für ein zweites "Mega-Event" neben der Westernhagen-Tour sei 1999 am Markt allerdings kein Platz.Der Berliner "Wintergarten" werde nach der im Herbst 1998 erfolgten Renovierung und der Übernahme der künstlerischen Leitung durch Roncalli-Direktor Paul ein zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnen.Auch die Berliner Mehrzweckspielstätten Max-Schmeling-Halle und Velodrom seien "Aushängeschilder" des Konzerns.

Über die Chancen der Aktionäre, für 1998 eine Dividende zu erhalten, wollte sich Martin Fabel nicht äußern.Der Kursverlauf der seit September 1998 am Neuen Markt notierten Entertainment-Aktie sei "mehr als befriedigend".Positiv seien vor allem die vergleichsweise hohen Aktien-Umsätze.Ob die Gewinne weiter in das Unternehmen invesiert werden oder ein Teil an die Anteilseigner ausgeschüttet wird, sei noch offen.Fabel zufolge werden über die Hälfte der Entertainment-Anteile von großen Fonds gehalten.Ende März will die Deutsche Entertainment das endgültige Ergebnis des Jahresabschlusses bekannt geben.

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