Wirtschaft : Deutsche essen mehr Brot

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Berlin Die Deutschen essen immer mehr Brot und Backwaren. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist in den vergangenen zwölf Monaten um 300 Gramm auf insgesamt 86,9 Kilogramm gestiegen. Damit isst jeder Deutsche täglich 238 Gramm Brot, also beispielsweise drei Scheiben, ein Brötchen und ein Croissant. Dies teilte die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) am Dienstag in Berlin mit.

Deutschlands Mühlen produzierten im Geschäftsjahr 2003/2004 etwa 5,6 Millionen Tonnen Mehl, davon 4,8 Millionen Tonnen Weizenmehl – laut Statistik ist dies ein Rekordwert. Der Anteil des Roggenmehls stagnierte mit 800000 Tonnen bei 14 Prozent. Das liegt auch daran, dass Verbraucher immer öfter zu Pizzasnacks und belegten Brötchen greifen. Bei diesen Außer-Haus-Produkten gebe es kaum Roggenprodukte, sagte GMF-Geschäftsführer Heiko Zentgraf.

Laut einer Umfrage der GMF vermissen 83 Prozent der Deutschen das heimische Brot im Ausland; Vollkorn- und Roggensorten gehen den Urlaubern am meisten ab. In Deutschland gibt es mehr als 300 Brotsorten. Brot ist in den vergangenen zwölf Monaten kaum teurer geworden, die Preise stiegen nur leicht um 0,2 Prozent. gd

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