Wirtschaft : Deutsche essen wieder mehr Fleisch Preis bleibt das entscheidende Kriterium

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Berlin - In Deutschland wurde im vergangenen Jahr wieder mehr Fleisch gegessen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr stieg um 400 Gramm auf 61,1 Kilogramm, teilte die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) am Dienstag kurz vor Beginn der Grünen Woche in Berlin mit. Nach der Absatzkrise mit dem Tiefstwert von 59,2 kg im Jahr 2001 als Folge des Rinderwahnsinns BSE hat der Konsum seitdem ständig zugenommen.

Der Schweinefleischkonsum betrug 39,5 kg, beim Rind- und Kalbfleisch waren es 8,8 kg und beim Geflügel 10,8 kg. Der Rest entfiel auf Lamm- und Wildfleisch sowie Innereien. Trotz der Berichte über Gammelfleisch hätten die Konsumenten ihr Kaufverhalten kaum verändert. Auch hätten 80 Prozent angegeben, so viel Fleisch wie bisher zu kaufen. Die Discounter sind auch beim Fleischverkauf auf dem Vormarsch und konnten im zweiten Halbjahr erstmals mehr verkaufen als Metzgereien, berichtet CMA-Geschäftsführer Jörn Dwehus. Obwohl die Verbraucher bei Lebensmitteln insgesamt verstärkt auf Qualität achteten, spiele bei der Einkaufsentscheidung der Preis eine wesentliche Rolle, sagte Dwehus. Eine Befragung habe ergeben, dass das Preiskriterium mit 89 Prozent einen der vorderen Plätze einnehme, nach Haltbarkeit, Qualität und Geschmack. dpa

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