Wirtschaft : Deutsche essen wieder mehr Rindfleisch Immer mehr Verbraucher kaufen im Discounter ein

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(sök/dpa). Das als Folge der BSEKrise eingeführte Prüfzeichen für Qualität und Sicherheit (QS-Siegel) hat sich nach Ansicht der Landwirte durchgesetzt. Bislang hätten sich mehr als 750 Unternehmen und Ketten mit mehr als 50000 Standorten daran angeschlossen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), Wendelin Ruf, vier Tage vor Eröffnung der Grünen Woche in Berlin.

Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Fleisch lag nach CMA-Angaben im vergangenen Jahr bei 60,8 Kilogramm gegenüber 60 Kilogramm im Jahr 2002. Der für die Landwirtschaft wichtige Absatz von Rindfleisch hat sich im Schnitt bei 8,4 Kilogramm pro Kopf stabilisiert. Als Folge des Rinderwahnsinns BSE war der Konsum 2001 auf 6,8 Kilogramm abgestürzt.

Zur Debatte um gentechnisch veränderte Lebensmittel sagte CMA-Geschäftsführer Jörn Dwehus, er könne nur sehr schwer sehen, dass der Gesetzentwurf von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) für mehr Klarheit sorge. „Letztendlich entscheidet der Verbraucher, was er will.“ Wenn der Konsument Gentechnik ablehne, würden sich die vorgelagerten Bereich daran orientieren. Nach CMA-Angaben haben Discounter in den ersten neun Monaten in der Verbrauchergunst deutlich zugelegt, Verbrauchermärkte leichte Zuwächse erzielt und der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel stark verloren.

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