Wirtschaft : Deutsche Leitmesse in Berlin ist ausgebucht - Trend geht zu hochwertigen Dienstleistungen

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Schon im zweiten Anlauf erklärt sich die Berliner Kongressveranstaltung "Call-CenterWorld", die 1999 gestartet wurde, zur Leitmesse der Branche in Deutschland. Mit 80 Ausstellern und über 60 Fachvorträgen ist die Messe, die vom 2. bis 4. Februar im Estrel Convention Center stattfindet, bereits ausgebucht. Bernd Fricke, Bereichsleiter der veranstaltenden Agentur Management Circle GmbH, rechnet mit über 1000 Besuchern. Damit sei der Kongress im Vergleich zum vergangenen Jahr um etwa 50 Prozent gewachsen. Einer der Messeschwerpunkte, sagte Fricke am Donnerstag, wird das Thema Qualifikation, Rekrutierung sowie Aus- und Weiterbildung des Personals sein. Dass sich gerade Berlin neben zahlreichen Konkurrenzstandorten als wichtigster Messeplatz der Branche durchgesetzt hat, ist für den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Hans Estermann, keine Überraschung. Mit inzwischen 60 Call-Centern, zehn Qualifizierungseinrichtungen und mehr als 7000 Beschäftigten biete die Hauptstadt gute Voraussetzungen für diese Wachstumsbranche. In einer Befragung hätten sich 96 Prozent der Unternehmen "sehr zufrieden" über den Standort geäußert.

Wichtige Argumente, die für Berlin sprechen, sind der große Arbeitsmarkt, verhältnismäßig niedrige Kosten und eine ausreichende Kundschaft. Neben Beispielen aus der Praxis wird die "Call-Center World", die Profis wie Einsteiger anspricht, vor allem auch neue Trends in der Branche präsentieren. Die meisten Unternehmen haben nur noch wenig mit der klassischen Telefonvermittlung zu tun, sagte Bernd Fricke.

Call-Center seien heute wichtige Schnittstellen zum Kunden. Der Verkauf von Produkten über das Telefon hätte sich ebenso durchgesetzt wie das Angebot ganzer Problemlösungen. Darüber hinaus ermöglichten die neuen Technologien veränderte Anwendungsbereiche weg vom Telefon und hin zum Internet. Entsprechend den gewachsenen Aufgaben werden auch an die Mitarbeiter künftig höhere Anforderungen gestellt. Das Beantworten von E-Mails gehöre neben dem Telefondienst längst zu den alltäglichen Arbeiten, sagte Fricke.

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