Wirtschaft : Deutsche Maschinen sind Spitze

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Frankfurt am Main Die deutschen Maschinenbauer haben 2004 ihren Titel als Exportweltmeister verteidigt. Deutsche Unternehmen führten Maschinen im Wert von 97,8 Milliarden Euro aus und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag mit. Der weltweite Handel mit Maschinen wuchs im gleichen Zeitraum um 10,7 Prozent auf 505 Milliarden Euro. Der deutsche Anteil am Welthandel erhöhte sich binnen Jahresfrist von 19,1 auf 19,3 Prozent. Für das Jahr 2005 erwartet der VDMA einen weiteren Anstieg der Ausfuhren.

„Der deutsche Maschinenbau hat seinen Platz als Champion in der Liga der Maschinenbauexporteure erfolgreich behauptet“, sagte VDMA- Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Der größte Wettbewerber Japan hat zwar 2004 aufgeholt, bleibt aber mit einem Welthandelsanteil von 13,3 (Vorjahr: 12,6) Prozent weit hinter Deutschland zurück. Auf Platz drei folgen die USA, deren Anteil mit 12,4 Prozent fast unverändert blieb.

Deutschlands drittgrößte Industriebranche exportiert inzwischen gut sieben von zehn Maschinen ins Ausland. Deutsche Anbieter sind nach Angaben des VDMA in 21 von 31 Maschinenbausparten weltweit führend. Besonders gefragt sei deutsche Antriebstechnik mit einem Exportvolumen von 7,3 Milliarden Euro und einem Weltmarktanteil von 25 Prozent. Dahinter folgen die Druck- und Papiertechnik (Anteil 32 Prozent), die Fördertechnik (Anteil 20 Prozent), Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (Anteil 27 Prozent).

Im laufenden Jahr geht es weiter aufwärts. Von Januar bis April erhöhten sich die Ausfuhren um 8,9 Prozent. Besonders stark war die Nachfrage in Indien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Russland. dpa

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