Wirtschaft : Deutsche Nasdaq erhofft Börsengänge Neue Plattform startet Ende März

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 Berlin (dpa). Die neue Handelsplattform Nasdaq Deutschland, zu der auch die Berliner Börse gehört, hofft nach ihrem Start Ende März noch in diesem Jahr auf erste Kandidaten für Börsengänge. Es gebe bereits Interessenten, bestätigte der Präsident der Berliner Börse, Jörg Franke, am Donnerstag einen Bericht der „Financial Times Deutschland“. Im Vordergrund stehe aber zunächst der Aufbau der neuen Handelsplattform. Erst danach könne man sich um Börsengänge kümmern. Dies solle aber schon in diesem Jahr geschehen.

Bei den neuen Börsengängen werde auch auf Unternehmen gesetzt, die dem Neuen Markt enttäuscht den Rücken gekehrt hätten. Es gehe unter anderem um Unternehmen, die sich freiwillig von der Börse zurückgezogen hätten sowie um Firmen, die vom Neuen an den Geregelten Markt gewechselt sind. An der Nasdaq Deutschland halten die Börsen Berlins und Bremens, die fusionieren sollen, je zehn Prozent. Die Commerzbank und ihre OnlineTochter Comdirect sind mit je 7,5 Prozent, die Dresdner Bank mit 15 Prozent beteiligt. Größter Anteilseigner ist mit 50 Prozent die Tochter der US-Computerbörse Nasdaq Europe. Verwaltungssitz des Nasdaq-Ablegers soll Berlin und Bremen sein.

Die Nasdaq Deutschland, die in direkte Konkurrenz zur Deutschen Börse in Frankfurt tritt, soll am 21. März den Handel aufnehmen. Die Börsen-Partner haben vor allem Kleinanleger im Visier und wollen bessere Kurse sowie höhere Liquidität bieten.

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