• Deutsche Post steht vor Übernahme auf dem US-Markt Konzern bestätigt Gespräche und vollendet Übernahme von Securicor

Wirtschaft : Deutsche Post steht vor Übernahme auf dem US-Markt Konzern bestätigt Gespräche und vollendet Übernahme von Securicor

-

Düsseldorf (agr/HB). Unbeeindruckt von der schwachen Weltkonjunktur setzt die Deutsche Post ihre Einkaufstour mit MilliardenInvestitionen fort. In den USA will der Bonner Konzern das Bodengeschäft des nach UPS und Fedex drittgrößten Kurierdienstes Airborne übernehmen. „Wir führen Gespräche mit Airborne. Doch haben wir noch keine vollständige Einigung erzielt“, bestätigte eine Post-Sprecherin am Montag. Gleichzeitig baut die Post ihre Position in Großbritannien mit der vollständigen Übernahme des Expressdienstes Securicor aus.

Der Einstieg bei Airborne gilt als raffinierter Schachzug. Die Post-Konkurrenten UPS und Fedex versuchen nämlich, die Deutsche Post mit juristischen Finessen vom Einstieg in das US-Paketgeschäft abzuhalten. Sie haben dazu eine neue Untersuchung der Übernahme der US-Tochter von DHL durchgesetzt. Nach ihrer Auffassung verstößt sie gegen die Vorschrift, dass Ausländer in den USA keine Mehrheit an Fluggesellschaften halten dürfen. Sollten das US-Verkehrsministerium die Übernahme doch noch versagen, hätte die Deutsche Post über Airborne zumindest ein funktionierendes Bodennetz in den USA. Gleichzeitig könne Airborne als unabhängiger Luftfahrt-Partner die DHL-Pakete in den USA fliegen. Gegen Konkurrenten wie UPS, Felde oder eben Airborne konnte DHL bislang am Boden wenig ausrichten.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Zu einem möglichen Kaufpreis für das Bodengeschäft von Airborne wollte die Post- Sprecherin keine Angaben machen. Zuvor hatte das „Wall Street Journal Europe“ berichtet, die Post wolle über die Paket-Tochter DHL für knapp eine Milliarde Euro den Geschäftsbereich Boden von Airborne übernehmen. Aus Bankkreisen war zu hören, dass das Geschäft noch in dieser Woche abgeschlossen werden soll.

An der britischen Securicor Omega Holdings übernahm die Post erwartungsgemäß die restlichen 50 Prozent der Anteile und zahlte dafür 247 Millionen Euro. Die vollständige Übernahme sei bereits bei Einstieg der Post im Jahr 1999 vereinbart worden. Sie verbessert nach Unternehmensangaben die Ausgangsposition für den Einstieg in das Briefgeschäft auf der britischen Insel. Die dafür erforderlichen Lizenzen besitzt die Deutsche Post bereits. Erste Pilotprojekte sind angelaufen. Weitere Übernahmen im Briefsektor plant die Deutsche Post in Dänemark und Österreich.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben