Deutsche Post : Verdi kündigt Streiks an

Aus Protest gegen die geplante längere Wochenarbeitszeit für Beamte der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi bundesweite Warnstreiks ab Anfang Januar angekündigt. "Absurd", heißt es bei der Post.

Berlin - Die Friedenspflicht ende am 31. Dezember, sagte eine Verdi-Sprecherin. Sollte es bis dahin keine Lösung geben, würden die Streiks ab dem 2. Januar "langsam losgehen". Die Gewerkschaft sieht durch die Arbeitszeitverlängerung für 60.000 Beamte von 38,5 auf 41 Stunden pro Woche 5000 Jobs in Gefahr.

Die Deutsche Post bezeichnete die Streikankündigung als "absurd". Kein Postkunde werde Verständnis für die Streikmaßnahmen haben, erklärte das Unternehmen. Es sei keine Arbeitszeitverlängerung für Angestellte geplant, keine Tarifkraft müsse eine betriebsbedingte Kündigung befürchten, und Beamten sei angesichts ihrer Privilegien eine moderate Ausweitung der Arbeitszeit auf Bundesniveau zuzumuten. In der Postarbeitszeitverordnung ist bisher geregelt, dass Beamte genauso wie die Angestellten bei dem ehemaligen Staatskonzern nur 38,5 Stunden pro Woche arbeiten. Diese Sondervereinbarung läuft zum 31. Dezember aus.

Post-Personalvorstand Walter Scheurle bot Verdi Gespräche für Anfang Januar an. Das Ergebnis müsse aber den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Möglichkeiten des Unternehmens entsprechen, betonte er. (tso/AFP)

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