Wirtschaft : Deutsche spüren starke Auslandsnachfrage - Flaues Geschäft am Bau

Der aktuelle Bericht der Deutschen Bundesbank hat die guten Konjunkturaussichten für dieses Jahr bestätigt. Auftragseingang und Produktion in der deutschen Industrie belebten sich nach einer Beruhigung zur Jahreswende wieder deutlich, wie die Experten in dem am Donnerstag in Frankfurt am Main veröffentlichten April-Bericht schreiben. Allein die Nachfrage nach Bauleistungen blieb schwach.

Die Bestellungen im verarbeitenden Gewerbe lagen den Angaben zufolge saisonbereinigt im Februar um rund sechs Prozent über dem Niveau des Jahresanfangs. Januar und Februar zusammengenommen wurde der hohe Stand der Herbstmonate 1999 wieder erreicht. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sei mit 9,5 Prozent beinahe ebenso hoch wie im vierten Quartal des vergangenen Jahres, hieß es in dem Bericht.

Überdurchschnittlich gut fielen nach Angaben der Experten die Geschäftsabschlüsse im Ausland aus. Binnen Jahresfrist legten sie um 15 Prozent zu. Dabei habe sich vor allem die Nachfrage nach Erzeugnissen der Investitionsgüterproduzenten kräftig belebt. Die Auftragseingänge aus dem Inland behaupteten sich im Mittel der ersten beiden Monate auf dem Niveau vom Herbst 1999. Das Vorjahresergebnis übertrafen sie allerdings um 5,75 Prozent.

Die gestiegene Nachfrage kurbelte den Angaben zufolge die Produktion kräftig an. Im Januar und Februar wurde das vierte Quartal um 0,75 Prozent übertroffen. Im Vorjahresvergleich vergrößerte sich der Zuwachs auf 6,5 Prozent. Neben den Herstellern von Verbrauchsgütern erhöhten auch die Produzenten des Investitionsgüterbereichs ihre Erzeugung deutlich.

Die Nachfrage nach Leistungen des Bauhauptgewerbes blieb nach Angaben der Bundesbank dagegen sehr verhalten. Saisonbereinigt hielten sich die Auftragseingänge im Januar und Februar zwar auf dem Stand von Ende 1999. Im Vergleich zum letzten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnete die Branche jedoch erneut eine leichte Abnahme. "Der Rückstand gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit nahm auf nunmehr rund zehn Prozent zu", hieß es in dem Bericht der Bundesbanker in Frankfurt (Main). Zwar habe sich die Auftragslage im Wohnungsbau etwa erholt, im gewerblichen und öffentlichen Bau waren die Order dagegen rückläufig.

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