Wirtschaft : Deutsche Stromkosten liegen im Schnitt

FRANKFURT (MAIN) (ADN).Die monatlichen Stromrechnungen der privaten Haushalte in den Ländern der Europäischen Union (EU) weichen erheblich voneinander ab.Während ein finnischer Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Januar nur rund 51 DM für seinen Strom zahlte, kamen die Italiener rein rechnerisch auf 152 DM.Das teilte die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) am Montag in Frankfurt am Main mit.Wie der Verband weiter berichtete, lag Deutschland bei der Preisuntersuchung mit 94 DM im Mittelfeld.Da sich die Erhebung auf die Januar-Rechnungen bezog, ist das Bild jedoch ein wenig verzerrt.Denn mit der Einführung der Ökosteuer zum 1.April stieg laut VDEW die Rechnung deutscher Haushalte um sieben Prozent auf 101 DM.

Für die vergleichsweise niedrige Stromrechnung in Finnland und in Schweden (54 DM) ist nach VDEW-Angaben vor allem der hohe Anteil der kostengünstigen Wasserkraft sowie der Kernenergie an der nationalen Stromerzeugung verantwortlich.In der Statistik folgen Spanien mit 62 DM, Griechenland mit 68 DM, Großbritannien mit 75 DM, Luxemburg mit 82 DM, die Niederlande mit 83 DM, Frankreich mit 86 DM, Österreich mit 89 DM, Deutschland und Dänemark mit 95 DM (Stand Juli 1998).Belgien (106 DM), Irland (109 DM), Portugal (129 DM) und Italien (152 DM) sind die Länder, in denen die Musterhaushalte im Januar mehr als 100 DM im Monat für ihren Strom bezahlen mußten.

Dennoch können die wirklichen Rechnungen von den Modellannahmen deutlich abweichen.Die VDEW verweist darauf, daß in vielen italienischen Haushalten traditionell ein Stromverbrauch zu verzeichnen ist, der unter dem liegt, der bei der Berechnung als Durchschnittswert zugrunde gelegt wurde.Insofern ergebe sich dort für viele Familien real ein günstigeres Preisniveau als in der Musterrechnung ausgewiesen.Die Strompreis-Berechnung der VDEW schließt alle nationalen Abgaben und Steuern ein.

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