Wirtschaft : Deutsche Telekom: FBI erlaubt die Übernahme von Voicestream

Die US-Bundespolizei FBI und das Justizministerium in Washington haben die Übernahme der US-Mobilfunkanbieter Voicestream und Powertel durch die Deutsche Telekom genehmigt. Die Börsenaufsicht SEC berichtete, die Telefonkonzerne hätten Bedenken der US-Behörden in Fragen der nationalen Sicherheit ausgeräumt. In einer Übereinkunft verpflichteten sich die Unternehmen rechtlich genehmigte Abhöraktionen zuzulassen und vertraulich zu behandeln, sowie unbefugte Zugriffe Dritter zu verhindern.

Weitere Vereinbarungen stellen nach Angaben der amerikanischen Behörden sicher, dass die deutsche Bundesregierung als Mehrheitsaktionär nicht ihren Einfluss geltend macht, um die Erfüllung dieser Abmachungen zu behindern. In Kreisen der Deutschen Telekom hieß es, derartige Verpflichtungen seien bei der Übernahme von Telekommunikationsfirmen in den USA üblich.

Für den Kauf von Voicestream braucht die Deutsche Telekom nun noch die Zustimmung der US-Bundeskommission für Telekommunikation (FCC). Sie muss der Telekom einen Ausnahmegenehmigung für den Einstieg in den US-Telekommunikationsmarkt erteilen, da das deutsche Unternehmen noch zu mehr als 25 Prozent in Staatsbesitz ist. Dies ist möglich, wenn die Übernahme nach Einschätzung der Kommission im öffentlichen Interesse ist. Die Telekom rechnet noch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einer Entscheidung des Gremiums.

Die Aktien der Deutschen Telekom haben ihren Aufwärtstrend am Donnerstag fortgesetzt. Um 15 Uhr lak die T-Aktie mit 2,27 Prozent im Plus bei 38,78 Euro. Das Papier hatte Anfang Januar ein Zwölfmonats-Tief bei 31 Euro erreicht. Im März vergangenen Jahres hatte die T-Aktie bei 104,90 Euro ihren bisherigen Höchststand markiert.

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