Wirtschaft : Deutsche Telekom: Gute Noten

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Die Deutsche Telekom kommt bei den Kunden besser an, als es der Ruf des ehemaligen staatlichen Monopolunternehmens vermuten lässt. In einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Dimap im Auftrag des VATM, des Verbands der Telekom-Wettbewerber, zieht die Telekom in punkto Service, Angebot und Übersichtlichkeit der Tarife in den Augen der befragten Kunden fast mit den Anbietern für Call-by-Call-Gespräche gleich. Deutlich schlechter in der Bewertung schneidet die Telekom bei den Preisen und im Vergleich zu den Anbietern von Preselection und kompletten Telefonanschlüssen ab. Trotzdem: Für 61 Prozent der Befragten kommt ein Wechsel zu einem alternativen Anbieter nicht in Frage. Die meisten glauben, es lohne sich nicht, andere halten es für zu kompliziert, die Angebote für zu unübersichtlich.

Inzwischen kennen zwar 60 Prozent der Bevölkerung Call-by-Call: die fallweise Nutzung eines alternativen Anbieters. Aber nur etwa ein Drittel der Bevölkerung nutzt die Dienste tatsächlich. Noch schlechter sieht es für die Wettbewerber bei Preselection (sechs Prozent haben sich für eine feste Voreinstellung auf einen alternativen Anbieter entschieden) und dem kompletten Wechsel der Telefongesellschaft (vier Prozent) aus.

Call-by-Call sei noch immer die wichtigste Möglichkeit der Telekom-Wettbewerber, Kunden zu gewinnen, sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Die privaten Angebote müssen einfacher, leichter verständlich und die Tarife übersichtlicher werden, lautet Grützners Fazit aus der Umfrage. Denn Preisvorteile seien für den Kunden nach den Tarifsenkungen der Telekom heute nicht mehr so deutlich zu erkennen.

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