Wirtschaft : Deutsche Telekom: Kleinaktionär verklagt das Unternehmen

msh

Am heutigen Donnerstag wird der erste Kleinaktionär eine Schadenersatzklage gegen die Deutsche Telekom wegen der umstrittenen Abwertung ihres Immobilienvermögens einreichen. Die Telekom hatte die Immobilien in ihrer Eröffnungsbilanz 1995 zu hoch bewertet und daher im Februar eine Sonderabschreibung in Höhe von zwei Milliarden Euro vorgenommen. Der Anwalt des Anlegers, Jens-Peter Gieschen, glaubt jetzt nachweisen zu können, dass die Telekom schon lange vor diesem Zeitpunkt von der Falschbewertung gewusst hat. "Wenn das der Fall ist, hat die Telekom in den Börsenprospekten zur zweiten und dritten Aktienausgabe falsche Angaben gemacht", sagt Gieschen. Das sei nach dem Prospekthaftungsgesetz strafbar und begründe den Schadenersatzanspruch seines Mandanten. Zwar geht es in diesem Fall um lediglich 17 000 Euro; doch rechnet der Rechtsanwalt damit, in den nächsten drei Wochen rund 200 weitere Klagen nachschieben zu können. Die Zeit dränge, da bereits am 21. August die Verjährungsfrist abläuft. Ein Telekom-Sprecher wies die Vorwürfe zurück.

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