Wirtschaft : Deutsche Telekom: Neuer Pauschaltarif für Providerkonkurrenz

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Die Telekom führt für ihre Wettbewerber schneller als erwartet einen Pauschaltarif für den Zugang zum Internet ein. Der neue Tarif löst für die Konkurrenten der Telekom-Tochter T-Online die minutenweise Abrechnung der Telefonverbindung zum Endkunden ab. Damit soll den Unternehmen mehr Planungssicherheit beim Angebot von Pauschaltarifen für Endkunden ermöglicht werden. Der Preis beträgt pro Anschluss an einer der 1600 Telekomvermittlungsstellen bei einer Übertragungskapazität von zwei Megabit je Sekunde 4800 Mark im Monat. "Über einen solchen Zugang ist es Internetprovidern möglich bis zu 30 Internetnutzer zur selben Zeit ins Netz zu bringen", sagte ein Telekom-Sprecher. Letztlich bleibe es aber jedem Abnehmer überlassen wie viele Anschlüsse er weitervermarkte. Nach Branchenschätzungen können realistischerweise mit diesem Anschluss rund 100 Endkunden bedient werden, ohne zu große Kapazitätsprobleme zu riskieren. Das entspräche einem Einkaufspreis von 48 Mark pro Kunde. "Eine Flatrate für Endkunden von unter 50 Mark können wir bei diesem Großhandelspreis nicht anbieten", kritisierte ein AOL-Sprecher. Ein Sprecher der Regulierungsbehörde nannte das Vorgehen der Telekom "erfreulich". Die Behörde hatte die Telekom am 16. November verpflichtet, bis Februar 2001 ein entsprechendes Angebot vorzulegen. Die Telekom betonte, sie halte das Vorgehen der Behörde weiterhin für falsch.

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