Wirtschaft : Deutsche Telekom: Verwaltungsgericht gibt Klage des Konzerns statt

Die Konkurrenten der Deutschen Telekom AG können zunächst nicht auf sinkende Kosten bei der Nutzung von Netzen des Ex-Monopolisten hoffen. Das Verwaltungsgericht Köln setzte nach Angaben vom Montag nach einer Klage der Telekom vorläufig eine Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post außer Kraft, die neue Tarife für die Netzzusammenschaltung vorsah. Diese Interconnection-Gebühren hätten ab Juni gelten sollen. Nach dem Kölner Urteil legte die Regulierungsbehörde Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster ein. Der designierte Behörden-Chef Matthias Kurth sagte in Berlin, es liege nun an den Gerichten, ob die neuen Tarife wie geplant im Juni in Kraft treten könnten (Aktenzeichen: 1 K 8253/00). Das Gericht habe "erhebliche rechtliche Bedenken", weil die Regulierungsbehörde im September zugleich über die Zusammenschaltung an sich und die dafür zu berechnenden Entgelte entschieden habe, heißt es in dem Kölner Beschluss.

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