Wirtschaft : Deutsche Unilever will mehr Stellen streichen

HAMBURG (rtr).Der Lebensmittel- und Kosmetikkonzern Unilever will in Deutschland innerhalb von zwei Jahren 1500 Arbeitsplätze abbauen.Dies sei trotz der bereits kräftigen Umstrukturierungen der vergangenen Jahre nötig, sagte der neue Firmenchef Johann Lindenberg gestern in Hamburg.Die Umsatzeinbußen in wichtigen Geschäftsbereichen wie Eiskrem und Eistee führte er auf den verregneten Sommer des vergangenen Jahres zurück.

Unilever setzte im vorigen Jahr 7,7 nach 8,06 Mrd.DM um, der Gewinn ging auf 169 von 427 Mill.DM zurück.Als Gründe für den Gewinneinbruch nannte Lindenberg außerordentliche Effekte wie Einnahmen aus Firmenverkäufen 1997.1998 habe der Konzernumbau zudem erneut hohe Kosten verursacht.Während die wetterabhängigen Sparten enttäuschten, sei das Geschäft mit Margarine, Tiefkühlkost und bestimmten Kosmetikprodukten besser gelaufen.

Die neue Organisation der Unilever-Gesellschaften bezeichnete Lindenberg als notwendig angesichts der veränderten Rahmenbedingungen in Europa.Als Folge der geöffneten Grenzen lohne es sich nicht mehr, wenn jede Landesgesellschaft die gesamte Produktpalette herstelle.Vor allem kleinere Fabriken seien daher geschlossen worden - in Deutschland unter anderem ein Magarinewerk in Chemnitz und ein Werk in Bremen.

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