Wirtschaft : Deutscher Anteil am Weltmarkt steigt

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Der starke Euro bremst die Ausfuhren, klagen die Exporteure – das aber erst seit kurzem. In den vergangenen Jahren haben die deutschen Unternehmen international sogar an Stärke zugelegt, bescheinigt ihnen die Deutsche Bundesbank im jüngsten Monatsbericht. Im Vergleich mit anderen EuroTeilnehmerländern habe Deutschland seinen Anteil am Weltmarkt seit Mitte der 90er Jahre kräftig ausgeweitet. „2002 hat Deutschland mit 10,5 Prozent wieder einen Marktanteil erreicht wie zuletzt zu Beginn der 90er Jahre“, schreibt die Bundesbank. Ursache sei, dass die Firmen vor allem in Mittel- und Osteuropa „die sich ergebenden Chancen genutzt“ hätten. Der Handel mit der Region sei ausgebaut worden, durch Direktinvestitionen habe man neue Märkte erschlossen und die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Fabriken durch günstige Zulieferungen gesichert. Heute entfallen 13 Prozent des deutschen Außenhandels auf die Region, gemessen am gesamten Handel außerhalb des Euro-Raumes sind es 22 Prozent. Seit dem Euro-Start Anfang 1999 ist der deutsche Außenhandel außerhalb des Euroraums mit im Schnitt sechs Prozent pro Jahr stärker gewachsen als im Binnen-Geschäft mit 3,5 Prozent jährlich. ro

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