Wirtschaft : Deutscher Gasmarkt: Neue Wege für Energie

Antje Sirleschtov

Ihre Pasta köchelt auf einem Herd, der mit Strom betrieben wird, Sie heizen die gute Stube mit Brikett ? Ganz klar, dass Sie sich kaum für die Liberalisierung des deutschen Gasmarktes oder so trockene Kost, wie ein Papier mit Namen "Verbändevereinbarung", das am Dienstag von den Unternehmen der Branche unterzeichnet werden soll, interessieren. Sollten Sie aber. Denn jetzt kommt Bewegung in das Geschäft mit dem explosiven Gemisch: Unternehmen - und bald auch private Verbraucher - sind nicht mehr länger ihrem traditionellen Gas-Lieferanten und dessen Vorstellungen vom Preis für sein Produkt ausgeliefert. Und weil Wettbewerb bekanntlich zu Preissenkungen führt, wird die Liberalisierung des deutschen Gasmarktes nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf Arbeitsplätze haben. Die Duplizität der Vorgänge aus dem vergangenen Jahr, als in Deutschland der Strommarkt für den Wettbewerb frei gegeben wurde, darf getrost vorausgesetzt werden. Auch beim Strom trachteten die Monopolisten zuerst danach, durch eine schwer verständliche Verbändevereinbarung die Verbraucher zu verunsichern. Doch bald darauf standen die ersten Unternehmer vor der Tür ihres Stromlieferanten und zeigten ihm preisgünstigere Konkurrenzangebote. So mancher Mittelständler handelte danach Stromverträge aus, die zu Kosteneinsparungen im sechsstelligen Bereich, bei größeren Unternehmen sogar im Millionenbereich, geführt haben. Kosteneinsparungen, die auch beim Gas zu erwarten sind, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht und Arbeitsplätze sicherer machen. Vielleicht auch Ihren !

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