Wirtschaft : Deutscher Paketdienst befördert künftig auch Einschreiben

HAMBURG (dpa).Der Deutsche Paketdienst (DPD) hat nur drei Monate nach der weiteren Öffnung des Postmonopols auch in der Briefzustellung Fuß gefaßt."Im Januar und Februar beförderte der DPD 100 000, im März 340 000 Briefsendungen".Für 1998 würden fünf Mill.Sendungen und 1999 rund 10 Mill.erwartet, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der DPD GmbH & Co., Peter Hoffmann, am Dienstag.Künftig sollen auch Einschreibe-Sendungen angeboten und die Zahl der Paketshops erhöht werden. Im Pakettransport konnte der private Zustelldienst europaweit weiter um 9,4 Prozent wachsen.1997 wurden 268 Mill.Pakete befördert.Dies entspricht einem Marktanteil von acht Prozent, sagte Hoffmann.In Deutschland habe sich der Marktanteil in den vergangenen beiden Jahren von zehn auf 17 Prozent erhöht.Die Kundenzahl stieg auf 145 000 (130 000). Den Umsatz des im Franchise-System organisierten Unternehmens schätzte Hoffmann auf 2,2 Mrd.DM.Zum Gewinn machte er keine Angaben.Angesichts des Preisverfalls im Transportwesen seien die Erträge aber rückläufig.In diesem Jahr sei eine Preisanhebung von zwei bis vier Prozent nötig.Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich 1997 um 500 auf 21 500. Der DPD verfügt europaweit mit 400 Depots über ein "geschlossenes Dienstleistungssystem", sagte Hoffmann.Das Angebot soll noch in diesem Jahr auf Polen ausgedehnt werden.Weitere Expansion sei in der Türkei, in Ungarn, Bulgarien und Moldawien geplant.Um für einen möglichen Börsengang zur Kapitalbeschaffung oder für Allianzen bereit zu sein, gab sich der DPD 1997 eine neue Rechtsform als GmbH & Co.Damit liegen die Entscheidungsrechte im operativen Geschäft nunmehr stärker bei der Geschäftsführung statt bei den Gesellschaftern.

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